Notenblatt

3. Klinger-Resonatoren

Für die drei Konsonantenfamilien

Frikative (Reibe-und Zischlaute-f w s sch)

Plosive (p b d t )

Klinger (m n ng)

lassen sich genaue stimmbildnerische Eigenschaften formulieren.

Wir wenden uns jetzt den Klingern zu.

Sie füllen die Hohlräume des Kopfes-Mund-also Kiefernhöhle und

Nasenhöhlen mit Schwingungen. Auch die Schädelknochen schwingen mit.

Dieses Mitschwingen nennt die Physik Resonanz-von dem lateinischen resonare-

Re-Wieder, zurück, sonar-Klang, Hall. Resonanz-Widerhall.

Warum beruhigt das Üben der Klinger so schön?

Der Atem fliesst gleichmässig und ruhig,

die Stimmfalten schwingen sacht und mit geringer Masse.

Der Klang des Konsonanten ist leise und weich. Charakteristisch ist die Anregung der Randschwingung.

M ist der Mundklinger, sein bevorzugter Resonanzraum ist die Mundhöhle.

Daher ist m vorzüglich dazu geeignet, eine weiche volle Mundresonanz herzustellen.

Natürlich nur, wenn das m bei weitem Mundinnenraum mit locker aufeinanderliegenden Lippen gebildet wird.

Dem Kinger n wenden wir und in der nächsten Folge zu.