S wie Struktur Tipps von A-Z

S wie Struktur

Der Fünf-Satz

hat sich bereits in der griechischen Antike bewährt.

Einleitung-Hauptteil-Schluss-kein Hexenwerk.

Drei Fragen stellen Sie sich idealerweise vor Ihren Ausführungen.

WARUM ich? Meine Expertise, mein Hintergrund, mein grosses Interesse am Thema, meine innere Bewegtheit, mein Mitteilungsbedürfnis und letztendlich: Meine Botschaft.

Damit sind zwei sehr wichtige Dinge auch gleich geklärt, nämlich pathos und ethos.

Pathos kennen wir von pathetisch, in ähnlicher Bedeutung wie kitschig. Dahin kann es im Vortrag gehen, ja klar, aber die Gefahr des Kitsches, einer Überfülle an unpassenden Gefühlen gehen wir leichten Herzens ein, gewinnen wir doch sonst keinen Blumentopf.

DENN: Wenn wir selbst hörbar gelangweilt von unserem Thema sprechen, fragen sich alle: Wozu stiehlst du mir da vorne gerade meine kostbare Zeit?

Pathos will Gefühle beim Zuhörer erzeugen, um eine Herzensangelegenheit durchzusetzen, dazu dürfen wir sie erst einmal selbst fühlen und zeigen.

Ethos vermittelt unsere Werte, wofür wir stehen, unsere Ecken und Kanten. „Wer hat nochmal gesprochen? Ich kann mich nicht mehr erinnern“….grrr das wollen wir natürlich nicht.

WARUM euch? Wer seid ihr? Erzieher? Lehrer? Geschäftsführer? Wissenschaftler? Natürlich wollen alle Menschen in erster Linie unterhalten werden, in zweiter Linie auch und erst zuletzt auch informiert. Infotainment ist also die leichteste Lernform. Eben Lernen mit Spaß, Abwechslung fürs Gehirn. Irgendwie ein alter Hut, nur selten in die Tat umgesetzt.

Trotz dieses allgemein gültigen menschlichen Bedürfnisses nach gehirngerechtem Lernen, können wir doch auf das jeweilige Publikum passgenau eingehen. Passende Beispiele, Fremdwörter, Dialekt sind Beispiele dafür, wie wir aus einer Masse Publikum interessiert mitdenkende Menschen machen können.

Übrigens-ist das Manipulation?

Ja natürlich. Handhabung ist das deutsche Wort für das böse M-Wort. Und geschieht sie im Sinne meiner Zuhörer? Ja, das will ich meinen. Und das finde ich legitim.

WARUM dieses Thema? Was am Thema ist genau für diese Menschen relevant? Wenn ich zum Beispiel übers Stricken spreche, renne ich natürlich vor anderen Strickern offene Türen ein. Stricken ist stressgeplagten Managern total egal. Aber nicht, wenn sie sich durch leise klappernde Nadeln innerhalb weniger Minuten in einen Flowmoment bringen können, in eine Kontemplation. Das garantiert noch nichts, aber wenigstens wird Ihnen ernsthaft zugehört. Suchen Sie also den Aufhänger für Ihr Thema, das Ihre Zielgruppe interessiert.